... für gesellschaftliche Vielfalt
06.09.2010

Deutschland wird noch vielfältiger

Die aktuellen Zahlen aus dem Mikrozensus belegen: Integration ist eine Schicksalsfrage für Deutschland. Denn während die Gesamtbevölkerung abnimmt, steigt die Zahl der Einwohner mit Migrationshintergrund.

Staatsministerin Maria Böhmer zu aktuellen Zahlen aus dem Mikrozensus:

"Die aktuellen Zahlen aus dem Mikrozensus belegen: Integration ist eine Schicksalsfrage für unser Land. Denn während die Gesamtbevölkerung in Deutschland abnimmt, steigt die Zahl der Menschen aus Zuwandererfamilien. Zugleich ist die Gruppe der Migranten auch deutlich jünger als der Schnitt der deutschen Bevölkerung. Deutschland wird also vielfältiger. Umso wichtiger ist eine engagierte und nachhaltige Integrationspolitik." Das erklärte Staatsministerin Maria Böhmer zu vom Statistischen Bundesamt vorgelegten Zahlen aus dem Mikrozensus. Danach hatten im Jahr 2008 insgesamt 15,6 Millionen der 82,1 Millionen Einwohner einen Migrationshintergrund. Das entspricht einem Anteil von 19 Prozent. Im Vergleich zu 2007 ist die Zahl der Migranten in Deutschland um 0,3 Prozent gestiegen.
 
"Unser Ziel ist die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen in unserem Land. Voraussetzung dafür sind gute deutsche Sprachkenntnisse sowie eine qualifizierte Bildung und Ausbildung. Doch gerade die Bildungssituation der Migranten ist nach wie vor alarmierend", erklärte Böhmer. Laut Statistischem Bundesamt haben 14,2 Prozent der Migranten keinen Schulabschluss - im Vergleich zu 1,8 Prozent der deutschen Bevölkerung. Ein ähnliches Bild ergibt sich bei der Berufsausbildung: 44,3 Prozent der Zuwanderer fehlt ein beruflicher Abschluss. Bei der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund sind es 19,9 Prozent. "Nötig ist eine nationale Kraftanstrengung für eine bessere Bildung von Migranten", betonte die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung. "Hier sind vor allem die Länder gefordert. Sie haben im Nationalen Integrationsplan zugesagt, die Leistungen der ausländischen Schüler denen der deutschen bis 2012 anzugleichen sowie die Quote der Schulabbrecher zu halbieren. Davon sind wir noch meilenweit entfernt, wie die aktuellen Zahlen belegen. Deshalb appelliere ich an die Länder, Schulen mit einem hohem Migrantenanteil konsequent stärker zu unterstützen. Die Jugendlichen aus Zuwandererfamilien dürfen unter keinen Umständen die verlorene Generation sein", so Böhmer.

 

 


Quelle:

www.integrationsbeauftragte.de


Rubrik: Community News
02.02.10

 von sean

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